Profil und Gremien

VDMA

VDMA Brennstoffzellen verfolgt das Ziel, Brennstofftechnologien erfolgreich in Deutschland zu etablieren und auf den weltweiten Märkten zu positionieren.

VDMA Brennstoffzellen verfolgt das Ziel, Brennstofftechnologien erfolgreich in Deutschland zu etablieren und auf den weltweiten Märkten zu positionieren. Hierzu vertritt die Arbeitsgemeinschaft die politischen Interessen der Industrie in Deutschland und verstärkt auch im Ausland. VDMA Brennstoffzellen bietet Herstellern, Zulieferern und Entwicklern entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine Plattform zur industriepolitischen Interessenbündelung, um Marktbarrieren abzubauen, die Technologie einzuführen sowie Informationen auszutauschen. Für einen erfolgreichen Ausbau des Industrienetzwerks werden in Projektgruppen technische Lösungen zur Optimierung und Kostenreduktion von Brennstoffzellensystemen und -komponenten sowie zum Aufbau der Serienfertigung erarbeitet.

Mitgliedsunternehmen
Im Jahr 2017 hat VDMA Brennstoffzellen etwa 60 Mitgliedsunternehmen. Die Mitglieder bilden die gesamte Wertschöpfungskette ab: VDMA Brennstoffzellen vertritt Systemhersteller, Komponentenhersteller und führende Entwickler sowie einige Hersteller von Testsystemen und von Fertigungstechnologien. Der Fokus der Mitglieder liegt auf stationären Anwendungen zur Hausenergie- und Industrieversorgung sowie auf speziellen Märkten wie unabhängige Stromversorgung, Bordstromversorgung und Spezialfahrzeugantrieb aber auch auf Komponenten und Fertigungstechnologien für alle Anwendungen inklusive dem Bereich Verkehr. Schwerpunkte der Aktivitäten der Brennstoffzellenindustrie im VDMA sind neben der Marktvorbereitung in Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprojekten sowie dem Abbau von politischen und wirtschaftlichen Hemmnissen zur Technologieeinführung, die technische Optimierung und der Aufbau der Serienfertigung. Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Brennstoffzellenindustrie in Deutschland ist mit knapp 190 Millionen Euro Umsatz und geschätzten 1.600 Mitarbeitern in stationären Anwendungen und speziellen Märkten im Jahr 2017 noch überschaubar. Aufgrund des hohen Potentials und des starken Wachstums der Brennstoffzellenindustrie ist allein in diesen Anwendungsbereichen mit einem starken Anstieg auf bis zu 2,6 Milliarden Euro Umsatz und 4.000 Beschäftigten im Jahr 2022 zu rechnen.

Gremien und ihre Funktionen

Mitgliederversammlung
Die Mitgliederversammlung der VDMA Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen berät und beschließt über alle die Arbeitsgemeinschaft betreffenden Fragen. VDMA Brennstoffzellen veranstaltet einmal im Jahr eine Mitgliederversammlung. Hier werden die Branchenentwicklung diskutiert, die Ziele, das Budget, die Strategie und das Arbeitsprogramm festgelegt sowie der Vorstand gewählt. Die Beschlüsse werden vom Geschäftsführer und seinem Team sowie den Mitgliedsunternehmen mit Unterstützung des Vorstands und der Arbeitskreise umgesetzt.

Vorstand
Der fünfköpfige Vorstand der VDMA Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen unterstützt die Geschäftsführung und die Mitglieder bei der Umsetzung des Arbeitsprogramms und fasst wichtige Beschlüsse zwischen den Mitgliederversammlungen. Der Vorstand vertritt die im VDMA organisierten Hersteller und Zulieferer von Brennstoffzellen insbesondere für stationäre Anwendungen und spezielle Märkte gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

Arbeitskreis Industriepolitische Interessenvertretung. Der Arbeitskreis entwickelt industriepolitische Positionen, erarbeitet Strategien und diskutiert Markteintrittsbarrieren und Instrumente zur Technologieeinführung von Brennstoffzellen. Die Ergebnisse fließen in die Arbeit der Nationalen Organisation für Wasserstoff- und Brennstoffzellen (NOW) zur Umsetzung des Nationalen Innovationsprogramms für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien (NIP) ein und werden mit Parlamentariern sowie Vertretern der Bundesregierung diskutiert. Auch die Öffentlichkeitsarbeit wird im AK Industriepolitik abgestimmt und mit dem Vorstand umgesetzt.

Arbeitskreis Industrienetzwerk/Wertschöpfungskette
Der Arbeitskreis identifiziert die Kostentreiber entlang der Wertschöpfungskette und erarbeitet in Projektgruppen Spezifikationen. Das Industrienetzwerk entwickelt Lösungsvorschläge zur Absenkung der Kosten und Verlängerung der Lebensdauer der Brennstoffzellensysteme und -komponenten. Diese und weitere Themen werden in den drei Projektgruppen Niedertemperatur (PEM/DM-FC), Hochtemperatur (SOFC/MCFC) und Regulations, Codes and Standards (RCS) bearbeitet.

Nationales Innovationsprogramm für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien (NIP)
Mit dem Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) wird das Ziel der Bundesregierung seit 2007 gemeinsam von Politik und Industrie umgesetzt. Zusammen wurden für einen Zeitraum von zehn Jahren 1,4 Milliarden Euro bereitgestellt. Demonstrationsvorhaben zeigen Brennstoffzellen Made in Germany. Tausende Anlagen zur Bordstromversorgung, 1000 Brennstoffzellen-Heizgeräte, Mehrere Hundert Anlagen zur netzunabhängigen Stromversorgung, Hundert Autos und 20 Busse wurden bis zum Jahr 2016 im Feld eingesetzt. In der Hausenergie- und der Bordstromversorgung konnte in Deutschland der Übergang von Prototypen zu Kleinserien umgesetzt werden

Das Etappenziel, Alltagstauglichkeit und technologische Marktfähigkeit in Häusern und Fahrzeugen nachzuweisen, wurde erreicht. Nun gilt es die zweite Etappe bis zum kommerziellen Marktdurchbruch zu organisieren. Im Zentrum der künftigen Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsaktivitäten steht die Kostenreduktion der Systeme. Für die Fortsetzung des NIP sind zusätzlich befristete, degressiv gestaltete und an Zielen orientierte Markteinführungsinstrumente erforderlich. Ziel der Weiterentwicklung des NIP ist die sukzessive Technologieeinführung von Brennstoffzellentechnologien in energie- und volkswirtschaftlich entscheidenden Bereichen. Mit den Erfahrungen des NIP können bei Brennstoffzellen für stationäre Energieversorgung mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sowie bei sicherer Stromversorgung etwa für Behördenfunk und Telekommunikation bis zum Jahr 2025 folgende Meilensteine und damit tragfähige Geschäftsmodelle erreicht werden:

  • mehr als eine halbe Millionen Brennstoffzellenheizgeräte in Betrieb
  • mehr als 1.000 MW Brennstoffzellen-KWK-Anlagen in Betrieb
  • mehr als 25.000 sichere Stromversorgungsanlagen installiert
     

Damit werden allein im Bereich der stationären Brennstoffzellen mit zusammen über 1.000 MW installierter Leistung jährlich Millionen Tonnen CO2 eingespart. Brennstoffzellen werden so zur tragenden Säule der Energiewende 2.0 in Deutschland.

VDMA Brennstoffzellen stellt als treibende Kraft der Brennstoffzellenindustrie hinter dem Programm drei Vertreter im 18-köpfigen Beirat der Nationalen Organisation für Wasserstoff und Brennstoffzellen (NOW), die das NIP umsetzt. Der Beirat berät die NOW und erarbeitet den Entwicklungsplan als Basis und Leitlinie für die Arbeit der NOW. VDMA Brennstoffzellen erarbeitet mit Unterstützung der NOW eine jährliche Brennstoffzellenstatistik für Deutschland und begleitet die Öffentlichkeitsarbeit sowie Studien der NOW.

Links zum Artikel  


Brennstoffzellenportal mit News

Fuel Cell and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU)

Initiative Brennstoffzelle

Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW

Landesinitiative Brennstoffzelle & Elektromobilität Niedersachsen

Nationale Organisation für Wasserstoff und Brennstoffzellen (NOW)

Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen

Brennstoffzellen- und Batterie-Allianz Baden-Württemberg (BBA-BW)

Clean Power Net

Downloads